"Grenzenlose Chancen" dank Weitblick & Übersicht?

"Grenzenlose Chancen" lautet das Thema der Rosenheimer Fenstertage, die vom 10. bis zum 12. Oktober wieder in das Kultur- und Kongresszentrum des oberbayrischen Ortes locken.

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"Grenzenlose Chancen" für Konstruktionen, Märkte und Technik durch Weitblick und Übersicht – das wollen die Rosenheimer Fenstertage 2018 vermitteln. (Foto: © Biletskiy Evgeniy/Fotolia)

"Zum einen geht es um die Grenzenlosigkeit in der Architektur, zum anderen um den Abbau von Handelshemmnissen durch die offenen Märkte in der EU", kündigt das veranstaltende ift Rosenheim an.

Bringen Weitblick und Übersicht tatsächlich "grenzenlose Chancen" für Konstruktionen, Märkte und Technik? Dieser je nach Sichtweise provokativen oder auch hoffnungslos optimistischen Frage stellen sich die Rosenheimer Fenstertage. 26 Vorträge in zehn Themenblöcken sowie vier Workshops analysieren technologische sowie wirtschaftliche Trends und deren Auswirkungen und präsentieren visionäre Lösungen.

Grenzenlosigkeit der Architektur

Institutsleiter Prof. Ulrich Sieberath erörtert in seinem Vortrag "Grenzenlos – Konstruktionen, Märkte, Technik" verschiedene Faktoren und Sichtweisen dieser anspruchsvollen Fragestellung.

Die Grenzenlosigkeit in der Architektur ist problematisch, denn Architekten und Bauherren fordern oft das Unmögliche: immer größere, schwerere und kompliziertere Bauteile – am liebsten noch anthrazitfarben, was konstruktive Schwierigkeiten verursachen kann. Ein weiterer Punkt sind die offenen Märkte, die den Abbau von Handelshemmnissen und die Harmonisierung technischer Regeln ermöglichen.

Wie vielseitig die Inhalte der Rosenheimer Fenstertage gewählt wurden, zeigen die beiden weiteren Keynote-Vorträge. Anhand von Praxisbeispielen erörtert Prof. Peter Andres (Beratende Ingenieure für Lichtplanung GBR, Hamburg) die Bedeutung des Tageslichts in seinem Beitrag "Planen mit Licht". Um die Tendenz "Weg vom Umweltgift – hin zum gesunden Baumaterial" geht es im Vortrag "Schadstofffreie Welt" von Prof. Dr. Michael Braungart (EPEA Internationale Umweltforschung GmbH, Hamburg).

Thema Digitalisierung

Zum ersten Mal angeboten wird der nicht gerade "fenstertagetypische" Themenblock "Fertigung 4.0", in dem es um Chancen und Risiken der Digitalisierung in der Produktion geht. Besonders auffällig ist das Vortragsangebot zu spannenden Objekten mit innovativen Technologien:
- Textilfassade – Hülle mit vielen Aufgaben: Die Fassade des Thyssen Krupp Testturms, Prof. Dr. Timo Schmidt (Werner Sobek Stuttgart AG und Hochschule Augsburg) 

- Die Schlange: Freie Geometrien, hybride Aufbauten; Planung und Prüfung eines extravaganten Fassadenprojektes, Dr.- Ing. Lutz Schöne (Leicht Structural engineering and specialist consulting GmbH, Rosenheim) und Michael Freinberger (ift Rosenheim) 

- Das Futurium – Vorhangfassade der Zukunft? Vom Entwurf zur Ausführung, Frank Walter (Arup GmbH Ingenieurbüro, Berlin) 

- Das Fenster neu gedacht: Vakuumglas ermöglicht andere Konstruktionen, Peter Schober (Holzforschung Austria, Wien)

Nutzen für betriebliche Umsetzung

Natürlich bietet auch eine große Anzahl an Praxisvorträgen Inhalte mit direktem Nutzen für die betriebliche Umsetzung:
- DIN 18008 und Sicherheitsglas: Nationale Anwendung versus europäische Bemessung, Prof. Dr.-Ing. Christian Schuler (Hochschule München) 

- Achtung Stolperfalle: Empfehlungen zur Barrierefreiheit, Knut Junge (ift Rosenheim) 

- Die neue Fassung der DIN 1946-6: Fensterlüftung einfach anders! Prof. Harald Krause (Hochschule Rosenheim) 

- Fenster-Sanierungstrends 2018: B+L-Studie zu Zielgruppen, Budgets, Motiven, Informationswegen, Martin Langen (B+L Marktdaten GmbH, Bonn)

Bereits am Mittwochnachmittag bietet der ift-Power-Workshop den Fensterbauern Insider-Tipps zum richtigen Lüften nach DIN 1946-6, zum Fensteraufmaß, zur Montage von großen Fensterelementen und zum einfachen Einstieg in den Smart-Home-Markt.

Das Programm sowie detaillierte Informationen zu Veranstaltung und Anmeldemöglichkeiten gibt es unter www.fenstertage.de.

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